die Vereinsgründer

50plus-Hilfe e.V.

Der Verein 50plus-Hilfe e. V. wurde am 06.02.2007 mit 14 Mitgliedern in Olching gegründet.

Unsere Gründungsmitglieder kommen aus unterschiedlichen Berufen: Ärztin, Anwalt, Architekt, Betriebswirt, Bürokauffrauen, Diplom-Ingenieurin, EDV-Spezialist, Psychologin, Sekretärin, etc. Selbständige, Arbeitslose und ehemals Arbeitslose haben sich zusammengeschlossen, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren und gemeinsam den Verein aufzubauen. Wir alle haben jahrzehntelang gearbeitet und wollen dies auch gerne weiter tun. Leider ist für viele Menschen unserer Generation diese Möglichkeit nicht mehr gegeben. Damit wollen wir uns nicht abfinden.

Der Verein bietet und sucht Unterstützung und Förderung für ältere erwerbssuchende Personen mit langjähriger Berufserfahrung:

Denn — auch diese betroffene 50plus-Generation, die unser Land nach dem Krieg mit aufgebaut hat, wird angesichts der Entscheidung - Rente erst ab 67 - in die totale Abhängigkeit des Sozialstaates, auf niedrigstes Niveau, gedrängt. Ersparnisse fürs Alter, werden - bis auf ein Minimum - genommen und erarbeitete Rentenansprüche werden durch längere Arbeitslosigkeit immer weniger.

Die Anzahl der Betroffenen ist und bleibt weiterhin unverhältnismäßig hoch, trotz erfreulichem Wirtschaftsaufschwung und dem jetzigen, stark publizierten, angeblich großen Interesse von Arbeitgebern an älteren Mitarbeitern. Fakt ist jedoch, dass verstärkt, erst seit gut eineinhalb Jahren, überhaupt entsprechende und teils greifende Maßnahmen von der Politik für die Wiedereingliederung von älteren Arbeitslosen geschaffen wurden.

 

Verlierer bleiben und fallen durchs Raster aber auch weiterhin ältere Erwerbssuchende, speziell diejenigen über 55 Jahre und die schon seit Jahren arbeitslos sind und die man jahrelang alleingelassen hat. Denn auch weiterhin gibt es wenig Arbeitgeber, die solche "Langzeitarbeitslosen" einstellen. Es sitzt noch zu fest in den Köpfen vieler, dass Personen, die länger als 12 Monate arbeitslos sind, eigentlich auch gar nicht wollen, selber schuld sind, etc.

Eigentlich sollte jeder nachvollziehen können, dass viele dieser Menschen, die über Jahre so großen psychischen und finanziellen Belastungen ausgesetzt waren und sind, oft nicht mehr arbeiten können. Sie sind nervlich am Ende. Gute Kandidaten für die ausgelaufene 58er-Regelung! Größtenteils regelrecht dazu genötigt, abgeschoben und - in der Arbeitslosenstatistik nicht mehr enthalten. Durch die verabschiedete Zwangsverrentung ab 63 Jahre für ebenfalls nicht mehr vermittelbare ältere Arbeitslose werden wir uns auch weiterhin über rückläufige Arbeitslosenzahlen freuen dürfen.

Dass auch viele dieser betroffenen Menschen 35/40 Jahre und mehr gearbeitet haben, spielt keine Rolle. Sie werden mit entsprechenden Rentenabschlägen noch bestraft. Einen Bonus für lange Lebensarbeitszeit erhält niemand. Genauso wenig, wie viele unserer armen Rentner, die entbehrungsreiche Kriegs- und Nachkriegszeiten erlebten, zum Teil noch 50 Jahre hart gearbeitet haben  und trotzdem von ihrer kleinen Rente nicht leben können.

Wie sozial gerecht ist eine Gesellschaft, die Arbeit nicht belohnt? Es keine Rolle spielt, ob jemand sozusagen nie, wenig   - oder jahrzehntelang in die Rentenkassen eingezahlt, Steuern und Sozialabgaben bezahlt hat. Eine Gesellschaft, die seine älteren wohlverdienten Bürger in die Altersarmut abschiebt, ihnen die Würde nimmt, indem sie aus ihnen Sozialhilfeempfänger macht. Die vergessen zu haben scheint, dass diese heute Betroffenen auch jahrzehntelang die Lasten der Gesellschaft mitgetragen haben.

Der Unmut in der Bevölkerung wächst. Auch bei Menschen, die zwar noch Arbeit haben, aber davon nicht leben können. Versprechungen, Bemühungen der Regierung und der Wirtschaft führten bisher noch zu keinen nennenswerten Erfolgen. Lippenbekenntnisse ohne nachhaltige Aktionen werden verstärkt eine unzufriedene Generation entstehen lassen, welche durchaus zu einer Bedrohung des sozialen Friedens werden kann.

Die Politikverdrossenheit, das mangelnde Vertrauen in unsere demokratischen Parteien, Politiker unserer Regierung, zeigt sich ja eindeutig durch die allgemein immer mehr abnehmende Wahlbeteiligung. Wie arrogant, blind und realitätsfremd muss eine Regierung sein, die solche Anzeigen nicht rechtzeitig erkennt und dementsprechende Politik macht.

Wir sind überzeugt, dass unser Land die Verpflichtung hat, speziell diesen betroffenen älteren Bürgern zu helfen, ihnen den Respekt entgegenzubringen, den sie verdienen und ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Der Verein 50plus-Hilfe e.V. möchte dazu beitragen, diesen Menschen eine Stimme zu geben. Wir suchen den Kontakt zu Arbeitgebern, der Wirtschaft und der Politik. Wir werden mit anderen Initiativen und Institutionen zusammenarbeiten. Die unschätzbaren Erfahrungen der Generation 50plus dürfen nicht brach liegen und vergeudet werden. Die Wiedereingliederung von möglichst vielen erfahrenen Arbeitnehmern ist das Ziel.

Der Verein unterstützt die betroffenen Personen beim Wiederaufbau ihres Selbstwertgefühles, bietet Motivation und Unterstützung in vielen Bereichen. Der persönliche Austausch unter Betroffenen erleichtert den Umgang mit der eigenen Arbeitslosigkeit und fördert Ideen, welche durchaus die Basis für eine neue Selbständigkeit werden können.

Der Verein ist selbstlos tätig, überparteilich und überkonfessionell. Er distanziert sich nachdrücklich und entschlossen von einer in unserer Gesellschaft sichtbaren Tendenz der Ausspielung unter den Erwerbssuchenden "jung gegen alt" und "alt gegen jung".

Eine gesunde Gesellschaft kann nur durch ein positives Miteinander funktionieren und profitieren.

Was aber kann eine Vielzahl an hilflosen, frustrierten, enttäuschten, von Arbeitslosigkeit und Armut betroffener Menschen, die trotz harter, langer Arbeit nunmehr am Existenzminimum leben müssen, überhaupt noch positives an die Jugend weitergeben?

Unterstützen Sie uns — dann können wir anderen helfen.

"Gemeinsam sind wir stark!"

22.02.2012

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Bitte beachten!

Wegen eines vorübergehenden familiär bedingten Wohnungs- und Ortswechsel von Olching nach Essen ist ab 25.10.08 eine Kontaktaufnahme, telefonisch sowie per Mail, mit der Vereinsvorsitzenden, Frau Gabriele Aurin, nicht möglich. Die neue Telefonnummer wird zu gegebener Zeit auf der Homepage bekanntgegeben.

Bitte wenden Sie sich an den
2. Vorsitzenden, Herrn Konny Hoff, per Mail unter: k.hoff@50plus-hilfe.de oder in dringender Angelegenheit telefonisch: 0172-8245949.

Vielen Dank!

Informations- und Austauschtreffen in Mühldorf

Der Verein 50plus-Hilfe e.V. lädt Arbeitssuchende, Arbeitgeber und Interessierte aus dem Kreis Mühldorf zu regelmäßigen Informations- und Austauschtreffen ein (kostenloses Bewerbungs- und Kommunikationstraining wird angeboten).

Veranstaltungsdetails