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5. Fürstenfelder Gesundheitstage

Im Rahmen der 5. Fürstenfelder Gesundheitstage vom 31. Mai bis 1. Juni 2008 findet am
Sonntag, den 1. Juni 2008 von 10.00 – 11.30 Uhr
im Seminarraum 1 des Veranstaltungsforums Fürstenfeld
Fürstenfeld 12, 82256 Fürstenfeldbruck
ein Vortrag mit anschließender Diskussion statt.

Thema:Arbeitslosigkeit und Gesundheit
Referenten:Dipl. Psychologe Martin Neumann
Arbeitsagentur München, Psychologischer Dienst
Dr. med. Joachim Hein
Münchner Bündnis gegen Depression
muenchen@buendnis-depression.de

Beide Referenten stehen anschließend noch bis ca. 14.00 Uhr für persönliche Gespräche, am Stand des Vereins 50plus-Hilfe e.V., Tenne Obergeschoss, zur Verfügung.

In der öffentlichen Debatte wird der enge Zusammenhang von Arbeitslosigkeit, gesellschaftliche Ausgrenzung und Krankheit noch immer viel zu selten und nur unzureichend thematisiert. In den Massenmedien dominieren nach wie vor populistische Beispiele von Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfängern, die es sich scheinbar in ihrer staatlich finanzierten Existenz "gemütlich gemacht haben". Im öffentlichen politischen Diskurs dominiert nach wie vor das Bild vom uneingeschränkt leistungsfähigen Arbeitslosen, der lediglich aufgrund mangelnder Qualifikation, selbst zu verantwortender Lethargie, mangelnder Flexibilität und unzureichender Mobilität keinen Arbeitsplatz findet.

Nahezu jeder dritte Langzeitarbeitslose geht davon aus, dass sich seine gesundheitlichen Probleme infolge der Arbeitslosigkeit vergrößert haben oder erst durch sie entstanden sind. Gleichzeitig vermeiden Arbeitslose bei psychosozialen Problemen oft professionelle Hilfe, um das Selbstwertgefühl, das durch den Verlust von Arbeit bereits beeinträchtigt ist, nicht noch zusätzlich zu gefährden. Sie neigen dazu, ihre Probleme zu verbergen. Zugleich sind Wiederbeschäftigungschancen eng an Arbeits- und Leistungsfähigkeit gekoppelt, was ebenso eine Verharmlosung solcher Einschränkungen nahe legt. Dies kann eine Verschleppung und Chronifizierung von Gesundheitsproblemen bedingen.

Der Verein 50plus-Hilfe e. V. möchte dazu beitragen, eine größere Öffentlichkeit zu diesem brisanten Thema herzustellen sowie mehr Solidarität, Verständnis, Aufklärung und Hilfe für Betroffene zu erreichen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. An beiden Tagen der Veranstaltung stehen u.a. professionelle Ansprechpartner zu diesem Thema für Gespräche zur Verfügung.

Das Sozialforum Amper, die Initiative ISB e.V. und der Verein 50plus-Hilfe e.V. sind mit einem Gemeinschaftsstand vertreten.

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